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Ausflugstipp für die Region Großpolen |
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Radtour auf dem roten Pfad bis nach Brudzyń
Start: Waldparkplatz Bogdałów bei Turek
Ziel: Waldparkplatz Bogdałów bei Turek
Entfernung: 43 km
Zeitdauer: 7 Stunden
Der Fahrradweg "Bogdałów" führt uns durch ein unter naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten interessantes Gebiet des Landkreises Turek. Diese Region ist gerade von der Verwandlung durch den industriellen Abbau von Braunkohle des Tagesbaus Adamów betroffen. Der nördliche Rand der Hochebene von Turek und Malanów wird als Naturschutzgebiet Pagórki Złotogórskie bezeichnet. Das Tal der unteren Warta von Uniejów bis Nowe Miasto nad Wartą ist Bestandteil des ausgewiesenen Schutzgebietes NATURA 2000, welches gerade für die Vögel ein wichtiges Brutgebiet darstellt und somit von europäischer Bedeutung ist.
Hier gibt es einen Lehrpfad mit 13 didaktischen Punkten:
01. Rekultiviertes Gebiet mit dem See Bogdałów
02. Rekultiviertes Gebiet der äußeren Halde
03. Rekultiviertes Gebiet der inneren Halde
04. Geschichte des Dorfes Galew und der
Pfarrgemeinde
05. Bunkeranlagen
06. Geschichte des Dorfes Brudzew
07. Försterei Krwony
08. Fluss Warta
09. Flussüberquerung mit einer Fähre
10. Ein Schuppen im Wald
11. ein Kiefernwald
12. Landschaftsschutzgebiet Złotogórski
13. ein Mischwald
Bei diesem Ausflug absolvieren wir einen Teil des Lehrpfades. Weil es über das leicht bergigige Land geht, ist die Strecke sehr anspruchsvoll. An steilen Hängen muss man eventuell von Rad absteigen.
Streckenverlauf: Parkplatz Bogdalów - Halde -Chlebów- Kalinowa - Galew - Chrząblice - Polichno - Russocice - Smolina - Brudzyń - Brudzew - Parkplatz Bogdałów.
Entlang der Strecke befinden sich sechs der oben beschrieben didaktischen Punkte und vier Aussichtspunkte.
Unterwegs kommen wir an Kipphalden vorbei, wo es stachelige Büsche mit orangefarbenen Früchten gibt. Diese Büsche sind eigentlich auf den Dünen der Ostsee zu Hause, wo sie die Aufgabe haben den Sand zu fixieren. Die Pflanzen gedeihen hier gut und besetzen schnell große Gebiete. Vor allem dort, wo es nicht möglich ist, Bäume zu pflanzen. Die Samen der Früchte enthalten viel Vitamin C.
Die rekultvierten Halden sind mit verschiedenen Baumarten bewachsen. Es überwiegen die schnellwachsende Pappel und Eichen.
Durch die Erosion wurden riesige Mengen Sand durch den Wind weggetragen und zerstörten Straßen und Wege in Richtung des Dorfes Warenka. Dorthin sollte man aber fahren, weil es dort auf 300 Meter einen Aussichtspunkt gibt, wo man die ganze Gegend betrachten kann. Bei guter Sicht erkennt man in östlicher Richtung sogar den Kirchturm in der Stadt Uniejów.
In den Wäldern gibt es eine Vielzahl von Pilzarten, darunter Butterpilze, Birkenpilze und Steinpilze. In den Grasflächen gibt es einige Schlangenarten. unterwegs werden wir auch spuren von Wildschweinen finden, die in der Erde wühlten. Gute Lebensbedingungen haben hier auch Rehe, Füchse und kleine Nagetiere.
Wenn man von einem Unwetter überrascht wird, ist es möglich, sich vor Regen geschützt in Unterständen ausruhen. An dritten Aussichtpunkt kann man erneut die Gegend überblicken. Man sieht die Kühltürme des Kraftwerks Adamów und einen smaradfarbenen See, welcher ein technologisches Wasserbecken des Kraftwerks ist.
An der steilen Abfahrt von der Halde muss man vorsichtig sein. Wir kommen ins Dorf Kalinowa. Weiter geht es durch des zauberhafte Tal des Flusses Kiełbaska. Wir kommen zu dem Dorf Galew, welches sich auf einem Hügel befindet. Dort befindet sich die Kirche Przemienienia Pańskie (Verklärung des Herrn), welche im Jahre 1845 gebaut wurde. Zu dieser Kirche Pilgern viele von Turek aus. Am Wald in der Nähe der Kirche findet man einen originell gestalteten Kreuzweg.
Von Galew aus geht es nun in das Złotgórski-Naturschutzgebiet, welches wir etwa einen Kilomtere nach der Überquerung der Straße Małoszyna – Brudzyń in der Nähe des Dorfes Chrząblice erreichen. In Izabelin biegen wir nach links auf den schwarz markierten Lehrpfad ab. Über Felder und Auen in einem hügeligen Gelände kommen wir nach Polichno. Vorbei geht es an malerischen Feldrainen und zahlreichen kleineren Bäumen und Büschen.
Dieses Mosaik aus unterschiedlicher Vegation ist der ideale Nistplatz für viele kleine Vogelarten. Im Frühling kann man die Stimmen von Lerche, Nachtigall, Rotkehlchen, Kohlmeise, Blaumeise, Schwanzmeise und anderer Singvögel hören.
Auf den Feldern des Dorfes Russocice findet man noch polnische Bunker, welche gleich nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gebaut wurden. Der weitere Weg verläuft nun durch den Wald.
Wir kommen zu einem Aussichtspunkt Nummer 4, der sich in einer Höhe von 169 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Es geht weiter durch den Wald der Försterei Brudzew zur ehemaligen Meierei Smolino.
Im Dorf Brudzyń besichtigen wir einen Palast aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und den dazugehörigen Park. Das Dorf innerhalb der Gemeinde Brudzew hat eine interessante Geschichte. Es ist der Überrest einer früheren Stadt mit einem rechteckigen Marktplatz. An dessen nördlichen Rand steht die Kirche Hl. Nikolaus. Am südlichen Ende des Marktplatzes befindet sich die einstige Spitalskirche, welche später zur Begräbniskapelle Hl. Geist wurde.
Sehenswert sind auch die Überreste einer frühen Verteidigungsanlage mit Erdwällen, Bastionen in den Ecken und Spuren der Festungsgräben.
Nun geht es zurück zum Ausgangspunkt, dem Waldparkplatz Bogdałów. Dafür benötigt man etwa 30 Minuten.
Wir überqueren dabei das Förderband, welches die Braunkohle vom Tagebau Koźmin zur Bahnverladestation bei Bogdałów bringt. Der Weg führt über das ehemalige Tagebau-Gebiet. Heute wurde hier der Abraum eingefüllt und schrittweise wird alles renaturiert. Gerade in den jungen Wäldern kann man sehen, wie die Natur sich das Gebiet zurückerobert. Die überwiegende Baumart sind hier unterschiedliche Arten von Kiefern.
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| Quelle: money.pl |
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