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Auf der Grzymisław-Route durch die Region Kociewie
Start: Tczew
Ziel: Gniew
Entfernung: 46 km - bei zweitägiger Reise etwa 85 km
Zeitdauer: 6 Stunden (bei Rückfahrt am zweiten Tag etwa 4 Stunden)
Die Fahrradtour welche wir Ihnen hier empfehlen, ist durchaus für eine zweitägige Reise geeignet. Alternativ wird Ihr polnischer Gastgeber organisieren, dass Sie und Ihre Fahrräder am gleichen Tag zurück zum Ausgangspunkt gebracht werden.
Diese touristische Trasse nennt man Grzymisław-Route, benannt nach dem Pommerellen-Herzog Grzymislaw, der die damals Trsow genannte Siedlung dem Johanniter-Orden als Lehen überlies. Aus dieser Siedlung entstand später die Stadt Tczew.
Die Reise führt über die Stadt Pelplin (wo sich u.a. eine große Kathedrale befindet) nach Gniew (dort steht eine große Kreuzritterburg). Die Grzymisław-Route führt weiter in die Stadt Nowe. Unsere Beschreibung endet aber in Gniew.
Start kann an den denkmalgeschützten Weichselbrücken von Tczew sein. Planen Sie eine Übernachtung ein, dann raten wir Ihnen, das Auto nicht auf dem Parkplatz an Weichselboulevard abzustellen, sondern auf einem kostenpflichtigen, aber bewachten Parkplatz an der Straße ul. Zamkowa (auf der linken Seite ist ein renoviertes Wohnhaus aus roten Ziegeln, daneben geht es auf ein Grundstück, wo ein Wachmann in einem Container sitzt.).
Die genaue Routenführung finden Sie, wenn Sie auf den untenstehenden Kartenausschnitt auf "Größere Kartenansicht" klicken. Der Weg sollte mit dem Fahrradsymbol und einem grünen Streifen markiert sein.
Wenn man die Stadt in südwestliche Richtung über die ul. Jagiełłońska verlässt, geht es über die Ortschaften Rokitki, Śliwiny, Gnieszewo, Brzuśce, Wielgłowy, Radostowo und Rajkowy nach Pelplin. Dort lohnt sich auf jeden Fall die Besichtigung der gothischen Kathedrale (einem gewaltigen Backsteingebäude). In dem Gotteshaus befindet sich ein Hauptaltar, welcher aus dem 17. Jahrhundert stammt und zu einem der größten auf der Welt gehört. Neben der Kathedrale gibt es eine Tourismusinformation. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Museum der Diözeses Pelplin zu sehen: eine der wenigen noch erhaltenen Gutenberg-Bibeln. Das hiesige Exemplar ist auf ein absolutes Unikum. Beim Druck fiel eine Drucktype herunter und hinterlies auf der Seite 46 dieser Bibel einen Abdruck.
Der Weg führt über Roźental, Bielawki, Nowa Cerkiew, Brody Pomorskie und Gogolewo nach Gniew. Die Stadt liegt an der Wisła (Weichsel). Auf der Anhöhe über dem Fluss steht die gotische Burg des deutschen Ordens aus dem 13./14. Jahrhundert. Neben dieser Burg steht der Marysienka-Palast. Dort gibt es ein Hotel, wo Sie übernachten können. Oder Sie lassen sich hier abholen.
Die Stadt Gniew ist vor allem deshalb so interessant, weil es hier noch die originale städtbauliche Struktur aus dem Mittelalter gibt. Vieles muss noch renoviert werden, aber die Änfänge sind gemacht und in ein paar Jahren kann hier eine Perle aus dem Mittelalter wieder entstehen.
Wenn Sie übernachten, dann kann am kommenden Tag die Reise weiter in die Stadt Nowe führen oder auf einem anderen Weg zurück nach Tczew.
Mit einer Fähre (poln. Prom) kann man auf die andere Seite des Weichsel-Flusses übersetzen und über Janowo, Szałwinek, Jarzębina, Rudniki nach Biała Góra fahren. Hier gibt es an der Einmündung des Flusses Nogot eine Schleuse.
Weiter geht es nach Piekło und über kleine Wege Mątowy Małe und Mątowy Wielkie nach Bystrze. Kurz danach überquert man die Landesstraße 22 und der Weg führt weiter über das Dorf Stara Wisła weiter nach Tczew. Auf der linken Seite kommt ein Damm, welcher die Dörfer vor Überflutung schützt. Von dem Damm hat man einen wunderbaren Blick über die Weichsel hinüber zum Panorama von Tczew. Nach Überquerung der denkmalgeschützten Brücke erreicht man den Ort, wo einen Tag zuvor die Reise begonnen hat.
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