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Stadt Olsztyn
Die ermländische Stadt Olsztyn ist das neueste Mitglied, das in den Städtebund der Neuen Hanse aufgenommen wurde (zum Hansetag 2008). Obwohl Olsztyn nicht direkt Mitglied in der Hanse des Mittelalters war, findet man hier durchaus Ansatzpunkte, die eine Aufnahme in den neuen Bund rechtfertigten. Die Stadt lag im Mittelalter an der Kreuzung wichtige Handelsstraßen. Darüber hinaus gibt es hier eine Vielzahl von Gebäuden, die aus rotem Backstein gebaut sind. Deshalb ist Olsztyn schon seit langem Mitglied in die Gemeinschaft der Städte an der "Europäischen Route der Backsteingotik".
Die Landschaft um die Stadt ist leicht hügelig und es gibt zahlreiche Seen und große Wälder. Durch Olsztyn fließt der Fluss Łyna (der einst Alne oder Alle genannt wurde). Die Geschichte der Stadt, die 1353 offiziell gegründet wurde, ist schon älter. Die erste urkundliche Erwähnung fand Alleinstein im Jahre 1334, als Henrik von Luther am Fluss Alne eine hölzerne Verteidigungsfestung baute.
An deren Stelle wurde später, aber noch vor der Stadtgründung mit dem Bau einer Burg begonnen. Sie wurde später der Sitz der regionalen Verwalter der Ländereien des ermländischen Domkapitels. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie oft umgebaut.
Die Burg ist heute ein Museum. Ein später als großer Astronom bekannt gewordener Mensch war hier in den Jahren 1516 bis 1519 Verwalter der Burg. Es war kein geringerer als der ermländische Domherr Nikolaus Kopernikus.
Er wohnte in der Burg und von seiner Kammer aus, beobachtete er die Bahn der Himmelskörper. Heute findet man im Putz des Kreuzganges eine gemalte astronomische Tafel, die bei Umbauarbeiten etwas beschädigt wurde. Durch seine Beobachtungen entdeckte er, dass im Frühjahr Tag und Nacht sind gleich lang sind.
Im Hof der Burg findet man steinerne Gestalten. Sie wurden in Findlinge gemeiselt. Diese Skulpturen sind über 700 Jahre alt und stammen vom Volk der Pruzzen, die lange vor den Kreuzrittern hier lebten.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Stadt ist ein gotisches Stadttor (Hohes Tor), was um das Jahr 1400 errichtet sein musste. Ganz in der Nähe im historischen Stadtkern steht die spätgotische Kathedrale Hl. Jakob der Ältere. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde sowohl im 18. als auch im 18. Jahrhundert umgebaut.
Das Alte Rathaus von Olsztyn wurde aus gotischen Backstein errichtet und stammt aus den Jahren 1623/24. nach einer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es 1950 wieder aufgebaut.
Im Stadtzentrum findet man auch die für die Hansestädte so typischen schmalen Bürgerhäuser, welche aber aus dem 17. Jahrhundert stammen.
Kulturell hat die Stadt heute auch einiges zu bieten. Hier findet man die Philharmonie von Ermland und Masuren, das Dramatische Theater sowie Museen und Galerien. Nicht zu vergessen das Planetarium, was die Traditionen von Kopernikus lebendig hält.
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