|
Kreuzritterburg und historische Altstadt von Gniew
29.05.08 - 13:25 Uhr
Eine der durchaus sehenswerten Städte im Süden der Woiwodschaft Pomorskie (Pommern) ist Gniew. Im Tal der unteren Weichsel (Wisła), jedoch hoch über dem Fluss gelegen, kommt man unweigerlich vorbei, wenn man die große Nord-Süd-Verbindung der Landesstraße 1 befährt. Beeindruckend ist - aus Süden kommend - das Panorama der Altstadt mit der Kreuzritterburg in der Mitte. Hier lohnt es sich auf jeden Fall abzubiegen und in der Altstadt einen Kaffee zu trinken.
Die Stadt befinde sich in der ethnografischen Region Kociewie, welche die Landkreise Tczew, und Starogard Gdański (beide Woiwodschaft Pomorskie) und den Landkreis Świecie (Woiwodschaft Kujawsko-Pomorskie - Kujawen-Pommern) umfasst.
Die Burg wurde im Jahre 1297 gebaut. Dieser Landstrich befand sich seit 1282 in den Händen der Kreuzritter, welche jedoch später überwiegend auf der östlichen Seite der Weichsel ihre Burgen bauten.
Rund um den Marktplatz, welcher hier Plac Grunwaldzki heißt, befinden sich im zahlreiche gotische Bürgerhäuser, die überwiegend im 17. Jahrhundert umgebaut wurden. Oft blieben die gotische Laubengänge erhalten.
Den Mittelpunkt des Marktes bildet das Rathaus, welches im Rundbogenstil errichtet wurde. Es stammt aus der Zeit der Gotik. In den vom Marktplatz abzweigenden Gassen domiert niedrige, kleinteilige Bebauung aus dem 19. Jahrhundert.
In den Zeiten der polnischen Volksrepublik wurde oft nicht in die Werterhaltung der Bausubstanz investiert. Das sieht man heute noch. Nach und nach aber wird umfassend saniert, so dass erste Teile der historischen Altstadt in neuem Licht strahlen.
Die Burg Gniew ist darüber hinaus für die jährlichen Ritterkämpfe bekannt, wo in Rüstungen und zu hoch Pferde mit Lanzen gekämpft wird.
|