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Heimatverbundenheit und Patriotismus
14.01.10 - 07:00 Uhr
Am 13. Januar 1910 komponierte Feliks Nowowiejski die Melodie zu dem patriotischen Gedicht Rota von Maria Konopnicka. Gestern, genau 100 Jahre später, wurde das patriotische Lied vor dem Olsztyner Rathaus mit allen vier Strophen vom akademischen Chor "Bel Canto" gesungen. Einen Film von dem Ereignis hat die Gazeta Olsztyńska im Internet veröffentlicht.
Öffentliche Aufführungen dieses Werkes sind äußerst selten. Die Uraufführung fand am 15. Juli 1910 in Kraków statt, wo Polen das 500. Jubiläum der historischen Schlacht von Grunwald feierte.
Nowowiejski wirkte längere Zeit in der Jakobi-Kirche von Olsztyn als Kantor und ist auch der Autor der "Ermländischen Hymne" (Hymn Warmiński), welche den Titel "O Warmio moja miła" (Mein liebes Ermland) hat und heute auch das Hejnał von Olsztyn ist (Eine Aufnahme des Signals ist hier zu hören).
Der "Rota", welche seit 1918 die Hymne der polnischen Pfadfinder ist und fast auch die polnische Nationalhymne geworden wäre, interpretieren manche als antideutsch.
Dies ist aber zu sehr vereinfacht. Im historischen Kontext betrachtet, sind die Verse von Maria Konopnicka als patriotisch anzusehen. Die komplizierte polnische Geschichte, insbesondere nach den polnischen Teilungen sowie dem niedergeschlagenen Januaraufstand von 1864 und der später deutschen (eigentlich preußischen) Besetzung, führten zu den patriotischen Ereignissen, welche die polnische Heimatverbundenheit und das Unabhängkeitsstreben widerspiegeln.
In Folge des Ersten Weltkrieges bekam das Land Polen durch den Vertrag von Versaille nach 123 Jahren seine Unabhängigkeit wieder.
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