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Polen - ein Wintermärchen
25.01.10 - 13:45 Uhr
Nach vielen Jahren mit mäßigen Temperaturen erlebt man in Polen gegenwärtig mal wieder einen "richtigen" Winter. Für Eissegler auf den zahlreichen Seen in Polen ist das Wetter ideal. Die Einwohner hingegen sind nicht unbedingt begeistert. Temperaturen bis zu minus 30 Grad im äußersten Nordosten machen das Leben schon schwer. In einigen Städte griff man eine Idee aus der Zeit der sozialistischen polnischen Volksrepublik wieder auf und stellte an Bushaltstellen Stahlkörbe mit brennendem Koks auf, wo sich die Wartenden wärmen können. Ähnliches gibt es auch an Orten, wo sich Obdachlose aufhalten. Viele dieser armen Menschen kommen in Notquartieren unter. Durch den Frost starben in Polen schon zahlreiche Menschen. Meist ist die Ursache Hilflosigkeit nach übermäßigem Alkoholgenuss.
Der Winter hat aber auch seine positiven Seiten. Spaziergänge oder gar Wanderungen an der Ostsee oder anderen Landesteilen sind gesund. Vor allem, wenn man sich danach am Kamin im Ferienhaus oder der Pension aufwärmen kann. Ein Grog, Glühwein (den man aber mitbringen muss) oder heißer polnischer Honigwein wärmen den Körper wieder auf.
In den nordöstlichen Regionen auf den Bauernhöfen und in Pensionen kann man sich auch in einer Sauna aufwärmen. Hier findet man vor allem den russischen Typ, welche "Bania" genannt wird. Hotels hingegen bieten oft eine finnische Sauna an.
Eines der ganzjährigen Fereinobjekte ist das Bio-Landgut Marczak in der Nähe der ostmasurischen Stadt Olecko. Hier findet man garantiert seine Ruhe. Auf einem riesigen Grundstück direkt an einem Wald gelegen, bekommt man hier alles, was für einen entspannenden Urlaub benötigt.
In den ländlichen Regionen laden die Betreiber agrotouristischer Pensionen oft zu Fahrten mit dem Pferdeschlitten ein. Skivergnügen erlebt man nicht nur in den polnischen Gebirgen im Süden des Landes, sondern auch in Ostmasuren und dem sich östlich davon anschließenden Suwałki-Land. Die Moränenhügel kann man nicht mit den Bergen im Süden vergleichen, aber vom Spaßfaktor dürfte es keinen Unterschied machen.
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