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Das kaschubische Dorf Mechowo und die Sandsteinhöhle
Die Region Kaschubei ist eines der faszinierenden Kulturlandschaften Polens. Jedes kleine Ort kann sich rühmen, die Geschichte des Landstrichs mitgestaltet zu haben. So auch die alte Ortschaft Mechowo. Diese ist vor allem für die seltenen Sandsteingrotten bekannt, obwohl dies nicht das einzige sehenswerte Objekt dort ist. Ein Ausflug nach Mechowo ist sehr empfehlenswert. Dazu fährt man vom Pensionat Faltom in Szwarzewo über die Stadt Puck und das Nachbardorf Darzlubie in Richtung Westen auf der Straße 213.
Das 400-Seelen-Dorf Mechowo kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und war sogar Wohnsitz eines berühmten Kaschuben, des Schriftstellers Jan Drzezdzon. Der Name Mechau oder Mechow taucht zum ersten Mal vor dem Jahr e1300 auf, als der slawische Fürst Msciwoj es Radzislaw, einem seiner Ritter schenkte. Radzislaw erbaute auch die erste Holzkiche im Dorf, welche im Jahre 1583 abbrannte. Schon 1300 wurde das Dorf an die Zisterzienser des berühmten Klosters Oliva verkauft und so wurde die heutige barocke Fachwerkkirche im Jahre 1742 von den Äbten des Klosters in Oliva gestiftet.
Bis in das folgenschwere Jahr 1772 (die erste Teilung Polens und die Säkularisierung des Zisterzienserordens in Preußen) bleibt das Dorf Eigentum der Kirche. Dank zentraler Lage zwischen den vielen kleinen Ortschaften der Gegend trafen sich an der Kirche in Mechowo schon immer Adelige zu Gerichtsverhandlungen. Das etwas versteckte liegende kaschubische Dorf war auch jahrhundertelang ein wichtiges Zentrum der Forstverwaltung.
Die größte Sehenswürdigkeit von Mechowo sind jedoch die so genannten Mechower Grotten, auf polnisch Jaskinie Mechowskie (so steht es auch auf den Wegweisern). Es ist ganz selten, dass in den Tiefländern und Seengebieten Grotten mit richtigen Karsterscheinungen entstanden. Der Eingang zur Höhle besteht aus einer Reihe von ca. 30 bis 40 cm breiten mannshohen Säulen hinter denen ein schwarzer Raum von etwa einem guten Dutzend Metern Tiefe klafft. Die Höhle ist beleuchtet und man kann so die Art des Gesteins und die Karsterscheinungen gut betrachten.
Das Grundgestein hier ist ein recht feinkörniger Kies, welcher durch den in Wasser gelösten Kalk zusammengeklebt wurde. Der Kalk stammt aus der oberhalb gelegenen Gletschermoräne. Da ähnliche Gesteinskombinationen auch an anderen Orten der Kaschubei auftreten, sind solche Erscheinungen, obwohl viel weniger spektakulär, auch an anderen Orten anzutreffen.
In Mechowo wurde das Naturwunder recht zufällig im Jahre 1818 entdeckt und wurde schnell bekannt, aber erst 1912 unter Schutz gestellt. Neben dem Naturdenkmal gibt es eine bewachten Parkplatz für Autos, beim Eintritt ist ein kleiner Betrag zu entrichten.
Öffnungszeiten
Montag - Samstag : 10:00 -18:00
Sonntag: 11:00 - 18:00
Eintritt 2 Zloty
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