Der gebratene Karpfen gilt in Polen,
wie in ganz Mitteleuropa auch, als klassisches Gericht für Weihnachten
oder Silvester. Besonders im Grossraum Böhmen und in Tschechien ist der
Karpfen als Speisefisch sehr begehrt. Der Weihnachtskarpfen wird
meistens gebraten oder in Gelee zubereitet. Für Zubereitung des Gelees
nutzt man den abgeschlagenen Kopf und Flossen. Den ausgenommenen Fisch
schneidet man entlang der Gräte in mehrere Teile von etwa 4 Zentimeter
mit Breite.
Die Stücke werden paniert. Üblicherweise wird der Karpfen zuerst in Mehl
gewendet, dann in geschlagenem und gewürztem Ei, abschließend im
Paniermehl. Nun wird der Fisch in reichlich Fett, am besten
Butterschmalz, beidseitig gebraten. Er bekommt dabei äußerlich eine
goldgelbe Farbe und wird sehr aromatisch, das Innere bleibt vor zu
großer Hitzeeinwirkung geschützt und wird dadurch sanfter gegart. Um der
Panade überschüssiges Fett zu entziehen, sollten die fertig gebratenen
Stücke kurz auf Küchenkrepp ruhen.
Zu dem Fisch als Beilage passen Kräutermayonnaise, Bratkartoffeln,
Blattsalate. Alkohol ist während des feierlichen Abendmahles recht
unpassend. Das Gericht sollte auch einfach in der Form bleiben.