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| Hansestadt Kołobrzeg |
Die Stadt Kołobrzeg befindet sich in Pommern und liegt an der Mündung des Flusses Parsęta (Persante). Heute ist die Stadt als Solekurort und Ostseebad bekannt.
Aber schon im siebenten und achten Jahrhundert gab es an dieser Stelle eine Siedlung. Und schon immer spielte das Salz, was früher enormen Reichtum brachte, eine wesentliche Rolle.
Als die Stadt Kolberg im Jahre 1255 gegründet war, lebten die Bürger vom Salz. Zum einen vom Abbau, aber auch vom Handel. Eine weitere Einnahmequelle war der Fischfang in der Ostsee, welcher auch heute noch Bedeutung hat.
Bereits im 13. Jahrhundert begann man mit den Bau der Kirche, welche der der evangelische Dom von Kolberg war und nach dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg die katholische Marienkirche von Kołobrzeg wurde.
Der Reichtum der Stadt zeigte sich in unterschiedlichen Aspekten. Einer von diesen war der Beitritt zur Hanse. Von 1361 durchgehend bis 1610 gehörte Kolberg diesem mittealterlichen Städtebund an.
Typisch für diese Zeit sind die Gebäude aus rotem Backstein. Die erwähnte Marienkirche ist nur ein Beispiel dafür. Darüberhinaus gibt es eine Vielzahl derartiger Gebäude, wie den Pulverturm oder einige mittelalterliche Wohngebäude. Die Stadt, die übrigens an der Europäischen Route der Backsteingotik liegt, wird gern als Perle an der Ostsee bezeichnet.
Im Jahre 1713 erbaute man ein Gebäude, was später als Gneisenau-Haus bekannt wurde. August Graf Neidhardt von Gneisenau hatte hier 1807 als Festungskommandant seinen Sitz.
Interessant ist, das der brandenburger Baumeister Karl Friedrich Schinkel auch in Kolberg aktiv war. Nach seinen Entwürfen wurde von 1829 bis 1832 das Rathaus erbaut, was ein gotisches Rathaus ersetzte, welches 1807 bei französischen Belagerungen zerstört wurde.
Vor dem Schinkelschen Rathaus stand ein Denkmal für den Preußischen König Friedrich Wilhelm III. Dieses wurde aber 1945 zerstört.
Sehenswert ist auch der Leuchtturm der Stadt. Dies ist das erste Bauwerk, welches nach dem Zweiten Weltkrieg in Kołobrzeg gebaut wurde. Heute ist es eines der Wahrzeichen.
Nicht minder bekannt ist die Seebrücke, welche 220 Meter in die Ostsee hineinragt. Sie ist das zweitlängste derartige Bauwerk in Polen, welches aus Beton erbaut wurde.
Eine touristische Attraktion sind die beiden Museen. Im Stadtmuseum findet man Informationen zur Stadtgeschichte und im "Museum der polnischen Waffen" kann man eine Vielzahl von Waffen sehen.
In Kołobrzeg gibt es mehrere Kurheime und ein Solequelle, wo man sein Heilwasser selbst zapfen kann. |



Blick auf Kołobrzeg. Fotos: Stadtverwaltung (4)
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Geschichte der Stadt |
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Die Geschichte der Stadt beginnt mit einer bestehenden Siedlung bereits im siebenten und achten Jahrhundert. Das ergaben archäologische Untersuchungen. Im Jahre 1000 sei eine Siedlung mit dem Namen Cholbergiensis der Sitz des Bischofs Reinbern, berichtet der Bischof und Chronist Thietmar von Merseburg. Das Bistum aber verschwand aber wieder.
Die Entwicklung begann, als die pommerschen Herzöge aus dem Greifen-Geschlecht Einwanderern aus Deutschland, Holland und Dänemark die Ansiedlung erlaubten. Aus der Siedlung am Persante-Fluss wurde im Jahre 1255 die Stadt Kolberg. Der Pommern-Herzog Wartislaw III. und der Bischof Hermann von Cammin verliehen das Stadtrecht.
Später wurde die Kolberg kurzzeitig die Hauptstadt des Landes Kassuben (Kaschuben). Schon 1277 trat man die Stadt an das Bistum Cammin ab.
Mit dem Salzabbau, dem Handel über die See und der Fischerei verdienten die Menschen ihr Einkommen. Die Stadt entwickelte sich und man begann im Jahr 1300 mit dem Bau einer Stadtkirche.
Handel und aufstrebendes Handwerk sind charakteristisch für die damalige Zeit. Kolberg verfügte über das Recht, eigenen Münzen zu prägen. Im Jahre 1361 trat die Stadt dem starken Hansebund bei und war dessen Mitglied bis ins Jahre 1610. Die Salzgewinnung und der Handel, sowie dass Handwerk und die Fischerei garantierten den Wohlstand.
Das änderte sich aber im 17. Jahrhundert, als der Dreißigjährige Krieg die Bevölkerung dezimierte. Im Laufe der Zeit wurde Kolberg mehrfach belagert. Erst von den Russen (1758), dann von den Schweden (1760) und zuletzt durch die Franzosen (1807).
Als im preußischen Staat 1872 die Landkreise neu aufgeteilt wurden, wurde Kolberg (nunmehr Colberg geschrieben) zum Landkkreis Colberg-Cörlin.
Im 19. Jahrhundert machte der wirtschaftliche Aufschwung Kolberg zu einem Ostseebad sowie einem Moor- und Solekurort.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehört Kolberg zur Republik Polen und der Name wurde zu Kołobrzeg geändert.
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| Quelle: money.pl |
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