Heute gibt es die Hanse wieder. Aber nicht als Verband der Händler, sondern als Zusammenschluß der alten Hansestädte. Eines der Ziele ist, das Interesse für die alte Hansetraditionen zu wecken und so den Hansetourismus zu fördern. Jährlich werden in einer anderen Stadt Hansetage veranstaltet, wo die Städte dieses Bundes vertreten sind.
So neu ist diese Idee nicht, denn bereits im Mittelalter gab es die Tradition, jährlich Hansetage zu veranstalten und so den Handel zu beleben.
Im heutigen Polen gibt es 24 Städte, die sich zur Hansetradition bekennen. 19 von denen gehören dem Städtebund der Neuen Hanse an. Etwas besonderes ist die Grenzstadt Słubice an der Oder. Słubice gab es damals noch nicht. Die heutige Stadt östlich der Oder war damals die Vorstadt von Frankfurt. Beide Städte sind heute partnerschaftlich eng verbunden. Im Jahre 2003, dem Jahr des 750. Bestehens von Frankfurt an der Oder war Słubice Mitveranstalter des Hansetages.
Eng mit der Entwicklung der Hansestädte verbunden sind die beim Bau vieler Gebäude genutzten Backsteinziegel. Die Kirchen, Bürgerhäuser sowie andere Bauwerke überstanden die Jahrhunderte und sind noch heute lebendige Zeugnisse des Könnens der einstigen Baumeister im mehreren europäischen Ländern. Der Verein
Europäische Route der Backsteingotik e.V. präsentiert unter anderem auch Städte mit sehenswerter Backstein-Architektur im heutigen Polen.
Diese Präsentation ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hansestädte und unserer Internet-Zeitung www.urlaubsland-polen.info und wird zukünftig noch weiter ausgebaut.