|
Beskiden
Die Beskiden sind ein etwa 600 km langer und 50-70 km breiter Bogen, der in Mähren (an der Mährischen Pforte) beginnt, sich oberhalb der Tatra zieht und vor der Ukraine endet. In den westlichen Beskiden befindet sich die Wasserscheide zwischen Zuflüssen der Oder und Weichsel. nach Norden und dem ostslowakischen Tiefland (Ungarische Tiefebene) nach Süden.
Die Beskiden werden sehr unterschiedlich eingeteilt. Man unterscheidet die Westbeskiden (Höchste Erhebung: Babia Góra / Babia Hora, 1725 m, polnisch-slowakische Grenze), die Niederen Beskiden (höchste Erhebung Busov 1002 m, zur Slowakei) Benachbart sind Bieszczady, oft Ostbeskiden genannt mit der höchsten Erhebung in Polen Tarnica 1348 m und Howerla 2060 m in der Ukraine. Die manchmal als Ostbeskiden genannten Berge beginnen dabei mit den Bieszczady in Polen und den Bukovské vrchy in der Slowakei. Als Waldkarpaten bezeichnet man oft mit riesigen Buchenwäldern bewachsene weite Landstriche der Beskiden östlich der Pieniny.
Alternativ gibt es aber auch eine geomorphologische Gliederung in die Westbeskiden (etwa nur bis zur Stadt Cadca in der Slowakei), Mittlere Beskiden (enden vor dem Pieniny-Gebirge), Ostbeskiden (von Pieniny bis zu den Niederen Beskiden) und Niederen Beskiden, wobei das, was vorher als Ostbeskiden bezeichnet wurde, bei dieser Gliederung Waldkarpaten genannt wird.
Diese komplizierte Region wird in Polen besonders gern vorgestellt, weil es immer noch ein echter Geheimtipp für deutschsprachige Gäste ist.
Insgesamt haben die Karpaten eines gemeinsam: die unvorstellbar größen Buchenwälder, tolle Almen gleich über dem Laubwald gelegen und eine slavische Kultur der Polen, Slowaken, und Ukrainer. Der kulturelle Reichtum wird von der griechisch-katholischen ruthenischen Bevölkerung der Lemki und Bojki Stämme gepflegt. Eine bedeutende Minderheit sind die Zigeuner, welche in der Slowakei und vor allem in Rumänien durch die ländlichen Gegenden streifen.
|