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Region Heiligkreuz
Die Wojwodschaft Swiętokrzyskie (Heiligkreuz) befindet sich im südöstlichen Teil von Polen. Sie ist relativ unbekannt, weil diese Wojwodschaft erst im Zuge der Verwaltungsreform 1999 entstand. Es gibt hier 13 Landkreise mit insgesamt 102 Gemeinden und die Verwaltungshauptstadt Kielce mit dem Charakter einer kreisfreien Stadt.
Touristisch ist die Region Heiligkreuz sehr interessant. Obwohl verkehrstechnisch sehr gut erschlossen, findet man hier auch eine unveränderte Natur und wunderschöne Landschaften. Eine davon sind die Berge Góry Swiętokrzyskie, eines der ältesten Gebirge in Europa. Sehenswert sind auch die vielen Höhlen, wobei die Höhle Jaskinia Raj (Paradies) südwestlich von Kielce die bekannste ist. Hier findet man in den 240 Meter langen Gängen sehenswerte Stalagtiten und Stalagmiten, Tropfsteine die in Jahrmillionen entstanden. Große Waldkomplexe und viele Seen und Flüsse machen den Reiz dieser Region aus.
Touristen finden hier auch eine Vielzahl von einzigartigen Kunstdenkmälern und Museen. Eine architektonische Perle ist die Stadt Sandomierz, welche sich über dem Tal der Weichsel (Wisła), der Königin der polnischen Flüsse, erhebt.
Eine Reise über die Hochebene von Sandomierz kann eine Geschichtsstunde der besonderen Art und eine Rückkehr in die Zeit des 14. Jahrhunderts sein, aus welcher die Burg von Kazimierz Wielki (Kasimir dem Großen) und das Tor Brama Opatowska stammen. Sehenswert in Sandomierz ist auch das Haus von Jan Dlugosz, eines Missionars aus dem 15. Jahrhundert. Das Haus ist heute ein Diözesanmuseum.
Im Kielcer Land findet man auch zahlreiche Burgruinen. So in Checiny. Zu ihren besten Zeiten diente die Burg als Kastell und Residenz königlicher Familien. Später wurde sie als Gefängnis genutzt.
In der Stadt Jedrzejów kann man tief in die polnische Geschichte eindringen. Im Jahre 1140 wurde das Zisterzienserkloster gegründet. Auch das Uhrenmuseum von Jedrzejów ist sehenswert. Hier findet man eine Sammlung von mehr als 600 Sonnenuhren. Eine Touristenattraktion ist auch die Schmalspurbahn.
In Kielce, der Hauptstadt der Region, ist besonders der Palast der Krakauer Bischöfe interessant. Heute ist es einer der Außenstellen des polnischen Nationalmuseums. Hier gibt es eine reiche Sammlung von Kunstgewerbe und die größte polnische Gemäldegalerie.
Auf der Anhöhe Karczówka, der größten Erhebung der Stadt, ein barockes Kloster aus dem 17. Jahrhundert. Auch das Rathaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, im Stile des Klassizismus erbaut, sollte man gesehen haben.
Wer sich für das frühere Leben auf dem Land interessiert, sollte das Museum des Kielcer Dorfes im Dworek Laszczyków oder den ethnografischen Park von Tokarnia (bei Checiny) besuchen. Diese beiden Internetseiten sind leider nur auf Polnisch verfügbar, aber es gibt dort Fotos und Adressen der Objekte).
Auf dem Gipfel des Berges Lysa Góra (im Heiligkreuz-Gebirge) befindet sich das Kloster Heilig Kreuz, welches von den Benedektinern im 12. Jahrhundert errichtet wurde.
In Kielce gibt es auch noch das größte Spielzeugmuseum (nur auf Polnisch, aber mit Fotos) in Europa mit über 18.000 Exponaten.
Für Freunde der aktiven Erholung sei erwähnt, dass es hier viele markierte touristische Pfade für Wanderer und Radfahrer gibt. Die Gebirge bieten viele Möglichkeiten für Wintersportler. Zur wärmeren Jahreszeit kommen Wassersportler und auch Freunde der Luftfahrt voll auf ihre Kosten. Für Pferdeliebhaber gibt es viele Gestüte, welche auf Urlauber vorbereitet sind.
In den letzten Jahren hat sich das Umweltbewusstsein in Polen stark verändert. Die Mühen für erhöhten Umweltschutz sorgten dafür, dass sich die arg strapazierte Natur erholte. Im Nationalpark Heiligkreuz (Swiętokrzyski Park Narodowy), welcher sich östlich von Kielce befindet, sind seltene Pflanzen und Tierarten anzutreffen. So zum Beispiel Biber und weiße Adler. Insgesamt gibt es hier neun Landschaftsschutz- und 62 Naturschutzgebiete.
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